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Kritikender Regisseurder Schauspielerder Autor

Orpheus in der Unterwelt                                von Jacques Offenbach

Höchst vergnüglich und intellektuell anspruchsvoll präsentiert sich das Landestheater Schleswig am Wochenende die Premiere von Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“. (...) In der musikalisch von Aivo Välja geleiteten Inszenierung durch Frank Matthus wurden diese auf den Kopf gestellten Verhältnisse mit aller boulevardesken Finesse und Grobheit sichtbar gemacht.

Kieler Nachrichten  02.11. 2009


Nibelungen Teil II                                            von Anton Perrey

Regisseur Frank Matthus hat aus dem altgermanischen Mythos ein spannendes Mysterienspiel gemacht. (...) Die Besucher erwartet ein Abend mit großen Bildern. (...) Der Theaterzauber von Netzeband greift einmal mehr. (...) Voller Spannung darf man sich auf „Kriemhilds Rache“ im nächsten Jahr freuen.


MAZ   03. August 2009 Der nackte Wahnsinn-------------------------------------------von Michael Frayn

Begeisternde Premiere, die der „nackte Wahnsinn“ ist.(...) Regisseur Frank Matthus, ein Könner des Timings und Tempos, der Spannung und der Spinnerei, hat mit dem grandiosen Ensemble die Possen-Maschinerie bis zur Perfektion getrimmt. (...)Theater im Zustand der Verhunzung; und doch ist’s eine Liebeserklärung an die Bühne (...) Wahrlich kein Ideendrama wird hier geboten; dafür erstklassiges Handwerk: virtuos. Und wahnsinnig komisch.

Frankenpost, 07. 05. 08


Der Liebestrank------------------------------------------- von Gaetano Donizetti

Um es gleich zu sagen: Herzerfrischender, charmanter und nicht zuletzt könnerischer  und jugendlicher ist keine Premiere zu denken. Das exquisite Sommerfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg präsentiert sich auf der Höhe seiner Kunst. (...)
Frank Matthus inszeniert das sexy Gewusel genau und mit leichter Hand.
Berliner Morgenpost 29. Juli / Die Welt 30. Juli 2007

Aber nicht nur menschlich, auch künstlerisch ist Matthus, Jahrgang 1964, ein großer Wurf gelungen – vielleicht enttäuschend für alle, die es historisch korrekt wollen. Frank Matthus benutzt eine andere Sprache: Seine Inszenierung zergeht wie Zuckerwatte auf der Zunge. Sie ist so jung, so frech, dass es dem Hörer Schmetterlinge in den Bauch treibt.
Märkische Allgemeine 31. Juli 2007


Mirandolina------------------------------------------- von Carlo Goldoni

„Mirandolina“ im Theater Hof – ein Bombenerfolg.
(…) Reichlich gabs zu Lachen fürs Publikum, das teils stehend applaudierte, pfiff und schallend Bravo rief. Was nur hat die bejahrte Hotelpatronin an sich, dass sie so gewitzt und witzig blieb? Sehr jung kommt sie in Hof daher – schon darum, weil Regisseur Frank Matthus den Stücktext poppig-punkig aufgebrezelt hat, ohne Scheu vor politischer Unkorrektheit und ziemlich unanständig.
Eine fröhliche Alberei lässt Frank Matthus a tempo aufführen, in den Worten wendig, voller Tatendrang, so altmodisch wie anzüglich zeitgemäß, lebenskräftig.
Frankenpost; 07. Mai 2007


Schachnovelle------------------------------------------- von Helmut Peschina nach Stefan Zweig
1. Preis der Inthega 2007

Atemberaubende Hetzjagd in menschliche Abgründe inszeniert.
„Schachnovelle“ bietet fesselndes Theater; Beifall für schauspielerische Glanzleistungen will nicht enden
Schwäbischer Bote, 19. Dezember. 2006

Die Stille zwischen einem Szenenende  und dem Applaus ist zuweilen die größte Anerkennung, die einer Aufführung zuteil werden kann. (…) Die Inszenierung des Euro-Studio Landgraf in der Bühnenfassung von Helmut Peschina und in der Regie von Frank Matthus war schlicht und einfach atemberaubend. (…) Die Wucht der Inszenierung entlud sich in stehenden Ovationen.
Beverunger Rundschau, 27. Dezember 2006


Macbeth -------------------------------------------von William Shakespeare

Netzeband: Frank Matthus überzeugt mit seiner Shakespeare – Inszenierung
Mit „Macbeth“ hat der Netzebander Park die beste Inszenierung seit Bestehen des Theatersommers (10 Jahre) gesehen…
Unter den Kostümen der beiden Hauptfiguren, Macbeth und Lady Macbeth, stecken Tänzer (…) Ihre Stimmen bekommen alle Darsteller von Schauspielprofis, die den Text Monate vorher auf Band gesprochen haben. Die bekanntesten: Corinna Harfouch, die die Lady Macbeth spricht, und Tom Quaas, der den Part von Macbeth übernommen hat.
Ruppiner Anzeiger; 19./20. August 2006

Und das Ensemble um Regisseur Frank Matthus schaffte es wirklich, dem so oft gespielten Stück neue Aspekte abzuringen und ein echtes Erlebnis aus der Aufführung zu machen. (…)
Matthus vertraut bei der Inszenierung ganz auf den Urtext, behält die Bearbeitung von Anton Perrey weitgehend bei und tut gut daran. Abgedrehte Regieeinfälle bleiben die Ausnahme.
Märkische Allgemeine Zeitung / Potsdam, 15. August 2006


Hexenjagd------------------------------------------- von Arthur Miller
1. Preis Inthega Oktober 2004 für die beste deutschsprachige Tourneeaufführung

Dabei hat Matthus mit „Hexenjagd“ einen großen Wurf geschaffen. Schon immer hat er es verstanden, seine Akteure zu Höchstleistungen zu bringen. Bei Arthur Millers Parabel ist ihm dies nicht nur gelungen, die Darsteller verschwammen mit den Figuren (...)
Amberger Zeitung  28./29. 02. 04

Ein Stoff – für jeden Regisseur eine Herausforderung. Frank Matthus stellt sich dieser Herausforderung und bringt Spannung pur. Obwohl er – und dies sei vielen seiner Regie-Kollegen mit Nachdruck gesagt – obwohl er auf Modernisierungen jeglicher Art verzichtet. Alles im Stile der Zeit von 1692 belassend und keinerlei erotische oder sexuelle Beigaben, keinerlei tiefenpsychologischen Rätsel, die das Publikum per Assoziation lösen soll. Alles im Klartext und unmissverständlich und dennoch Spannung en masse und obendrein Nachdenkenswertes dem Zuschauer mit nach Hause gegeben. (...) Der Identifikationsgrad zwischen Rolle und Spieler in allen Fällen in einer selten erlebten Höhe. (...) Was das Euro-Studio Landgraf hier produzierte, war bestes Theater, und zwar in mehrfachem Sinne: Es nahm den Zuschauer obsessiv in Beschlag und ließ ihm dennoch Raum für kritisches Nachdenken.
Rhöner-Streubote  19. 03. 04


Wallenstein------------------------------------------- von Friedrich Schiller
 
Schillers Dramatisches Riesengedicht in Hof – Klassik unter Hochspannung
Aus den drei Teilen des dramatischen Riesengedichtes destillierten Gastregisseur Frank Matthus und der Haus und Chefdramaturg Thomas Schindler eine breite „Kurzfassung“, die drei Stunden lang das Grauen vor dem Krieg und seinen Treibern, das Staunen vor klassischer Spannungskunst lehrt. Eine Konzentrationsübung, keine Geduldsprobe. Packend. Sehenswert.
Schauplatz Kultur  13. 10. 03
 
Die schlechten Gedanken sind ebenso wenig frei wie die bösen Taten, die laut Schiller (...) sich immer neu gebären. Wallensteins Gedanken verselbstständigen sich. Er, der innerlich nur damit gespielt hat, sich und seine Armeen vom Kaiser zu lösen, den er im längsten aller Kriege für friedensunfähig hält, schlägt wie zwanghaft den angedachten Weg ein. Das ist der Kern, an dem sich die kluge Hofer Dramaturgie von Frank Matthus und Thomas Schindler orientiert. (...) Matthus führt uns den Wallenstein vor, wie dessen Gedanken ihm aus dem Ruder laufen, wie er emotional mit sich selbst überfordert ist und bei Kleinigkeiten das Schreien anfängt. (...) Schiller hat die Personen mit prallem Leben gefüllt, und der Regisseur tut es ihm nach.
Hofer Anzeiger  14. 10. 03


Drei Mal Leben -------------------------------------------von Yasmina Reza
 
(...) Matthus´ Inszenierung lebt von mal bitterbösen, mal kabarettistischen Dialogen und vier glorreich ulkigen Komödianten: (...)
Mopo,  14. 04. 03
 
Frank Matthus inszenierte  Yasmina Rezas Stück „Drei Mal Leben“ am Chemnitzer Schauspielhaus
(...) Drei orangefarbene Sofas, dazu Couchtischchen, Deckenstrahler und Garderobenständer – viel mehr als solch nüchternes Interieur hat Regisseur Frank Matthus seiner Schauspielermannschaft nicht zur Seite gestellt (...)
Freie Presse 14. 04. 03
 
 
Der Biberpelz -------------------------------------------von Gerhard Hauptmann
3. Preis Inthega
 
Doris Kunstmann hatte als Mutter Wolffen die Fäden in der Hand / Eindrucksvolle Inszenierung
(...) Nach dem Motto hat, aufwändig und meisterlich, auch Frank Matthus Regie geführt. Er ließ die Komik einfallsreich purzeln, aber nie ausufern, ordnete den Figuren akurat ihre Eigenheiten zu, machte aber niemanden zum Hampelmann. Und er hatte, mit den Entr´act-Auftritten von Wolffens Töchtern Leontine und Adelheid vor dem Vorhang während des Umbaus, wo er sie umwerfende >teutsche Kaiser- und Vaterland<  Gedichte aufsagen ließ, einen großartigen Einfall.
Aargauer Zeitung  07. 04. 03
 
Ein Prachtstück dieser „Biberpelz“
Gerhard Hauptmanns Diebskomödie als Fest der Schauspielkunst in der Kunsthalle
Regisseur Frank Matthus zelebriert die Gaunerkomödie lustvoll als einen Bilderbogen (...) Mit kräftigen Strichen überzeichnet Doris Kunstmann dies Figur, wie auch das ganze Ensemble erlesener Schauspieler letztendlich faszinierend gelungene Karikaturen gestaltet (...)
Südkurier  09. 04. 03
 
 
Vineta------------------------------------------- von Moritz Rinke
 
Moritz Rinkes „Vineta“, mit dem das Stadttheater Bern seine Schauspielsaison 2002/03 eröffnet hat, ist ein brillant gebautes und inszeniertes Stück über vergebliche Hoffnungen und verlorene Utopien
Dass das Stadttheater Bern in Schweizer Erstaufführung mit dem „Stück des Jahres 2001“, Moritz Rinkes „Vineta“, aufwarten kann (...) ist für Bern ein Glücksfall. Noch bemerkenswerter aber ist, dass der junge Regisseur Frank Matthus der deutschen Konkurrenz sei dank einem großartigen Berner Schauspielensemble eine durchaus eigenständige Deutung gegenüberzustellen vermag.
Der Bund  24. 09. 02
 
 
A Midsummer Nights Sex Comedy---------------- von Woody Allen
 
(...)  unmanierlich dürfen sie sich bei Regisseur Frank Matthus aufführen; aber sie lassen nicht die Sau raus. Denn nicht nur Posse, auch die Parodie wagt Matthus, der die Shakespeare-Anspielungen – statt sie einfach nur als literarischen Flitterkram zu verwursten – als verquere Zitate zu schätzen und nutzen weiß.
Hofer Anzeiger   18./19./20. 05. 02
 
So gerät das Hecheln einer Sommernacht zwischen romantischem Hochgefühl und trauriger Wirklichkeit zur ironisch-charmanten Unterhaltung der intelligenten Art.
Freie Presse   23. 05. 02
 

Räuber Hotzenplotz-------------------------------von Otfried Preußler
 
Frank Matthus hat „Räuber Hotzenplotz“ konsequent nach dem Muster eines Kasperlstücks inszeniert (...) Jedenfalls bekam auch Hotzenplotzeinen Anteil an dem tosenden Applaus, der nach Vorstellungsende losbrach und der allen, die es noch nicht bemerkt hatten, unwiderlegbar kundtat, wie exakt und träf das diesjährige Kinderstück mit einfachen, harmlosen Mitteln den Geschmack und die Vorlieben der Berner Kinder getroffen hat.
Der Bund  19. 11. 01
 
Potz Plotz! Ein starkes Stück
An der Inszenierung von Frank Matthus allerdings gibt’s kaum rumzumäkeln. Er zeigt ein temporeiches Spiel mit pfiffigen, comic-haften Slapstickeinlagen, einem übermütigen Kasperl, einem komischen Hotzenplotz und einem herrlich überkandidelten Zauberer Petrosilius Zwackelmann. (...) Oder dann, als die liebe Fee dem Zauberer einen Strich durch die Rechnung macht und dieser vor lauter Wut platzt und als Konfetti-Streusel vom Himmel regnet. Wie haben die Kinder da gelacht. Und die Eltern sich gewundert, was ihre lieben Kleinen so alles lustig finden.
Zeitung im Espace Mittelland   19. 11. 01

 
Clavigo-------------------------------------------von Johann W. von Goethe
 
Goethes Clavigo begeisterte im Stadttheater
(...) Die Inszenierung von Frank Matthus konzentrierte die Essenz des Stückes auf intensive Weise, arbeitete jedoch eine ungemein lebendige und oft ungestüm wirkende Dramaturgie heraus, der jede Ironie abging, die aber trotzdem niemals schwer war. (...)
Westdeutsche Zeitung  03. 11. 01
 
Goethes „Clavigo“ in starker Inszenierung von Frank Matthus auf dem Hornberg
Goethe wollte  (...) eine psychologisch spannende Geschichte erzählen. Das ist ihm und der Inszenierung von Frank Matthus gänzlich gelungen. Selten haben Zuschauer derart gebannt auf den Wortlaut geachtet, auch wo er nur geflüstert wurde.
Die Harke / Nienburg   25. 10. 02
 
Ist Goethe noch aktuell? Regisseur Frank Matthus gab die Antwort. Er bestach an diesem Abend durch seine überaus gut strukturierte und nuancierte Inszenierung dieses konfliktreichen Stoffes und fast karikierte er dabei den Zeitgeist unserer Gesellschaft in all ihrer Widersprüchlichkeit.
Amberger Nachrichten   28. 09. 01


Ronja Räubertochter--------------------------------------von Astrid Lindgren
 
Regisseur Frank Matthus, der früher am BT beschäftigt war, hat bei dieser Netzebander Inszenierung eine glückliche Hand bewiesen. Die Geschichte der verfeindeten Räuberbanden Mattis und Borka ist, die am Ende wegen ihrer Kinder Ronja und Birk das Kriegsbeil begraben, ist spannend und witzig in Szene gesetzt und verbannt die Langeweile aus dem Theater. Am Ende trampelte und klatschte die Menge vor Begeisterung. „Das ist besser als jedes Kino“, jubelte ein junges Mädchen beim Verlassen des Saals.
Märkische Allgemeine Zeitung  21. 03. 02
 
 
Möwe---------------------------------------------------von Anton Tschechow
 
Einen fabelhaften Tschechow gibt es seit dem Wochenende in Hof zu sehen, erschreckend wie die Pointe eines makabren Scherzes, leicht wie die Luft, ungreifbar wie gute Musik. (...) Ein musikalischer Autor ist dies, ein musikalisches Stück; und eine musikalische Inszenierung. Nicht nur Tschechows Worten unterlegte Regisseur Frank Matthus Rhythmus und Choreographie; nicht nur buchstäblich tänzerische Seiten fügte er dem Stück zu; sondern er hat auch den Stillstand mit komponiert: die Pause. Sie auszuhalten, ist die ganze Kunst, die höchste – eine seltene.
Freie Presse 04. 04. 00
 
Regisseur Frank Matthus inszenierte das Geschehen sehr dicht und streng. Und ließ die Figuren mit einer emotionalen Bandbreite agieren, die unter die Haut geht. Einprägsame Szenen auf der Bühne: Als sich Mascha und Trigorin auf dem Küchenfußboden sitzend mit Wodka betrinken. Sich Kostja wie ein Kind in den Schoß seiner kalten Mutter kuschelt. Oder die gebrochene Nina ihr Leben ein letztes Mal vor Kostja rechtfertigt. Deutlich herausgearbeitet wurde aber auch die Einsamkeit des Einzelnen, das Sich – Abwenden von den anderen, weil die trüben Gedanken nur um das eigene Leben kreisen.
Nordbayrischer Kurier  04. 04. 00
  
 
The Black Rider---------------------------------von Wilson / Burroughs / Waits
 
Musical „The Black Rider“ zur Premiere in Altenburg begeistert aufgenommen
(...)  Weder bedeutungsschwanger noch erdenschwer hat Frank Matthus das Musical mit Schauspielern auf die Bühne gebracht. Er hat sich vielmehr jede Menge trefflich ironischer Bilder erdacht, die der Inszenierung in der ideenreichen Ausstattung von Tobias Luthardt eine flotte, kurzweilige Gangart garantieren. Hier verbindet sich deutsche Gruselromantik mit amerikanischer Pop- und Underground-Kultur.
Freie Presse Chemnitz  22. 11. 99
 
Bejubelte Musical – Premiere in Altenburg:  „The Black Rider“
(...) Mit ihr bringen Frank Matthus (Regie) und Stela Korljan  (Choreographie) das Schauspielensemble des Theaters Altenburg / Gera auf allen Ebenen auf Höchstform und mit ihr verabschieden sie sich zugleich von ihren Zuschauern.  (...) Und genau solche schrägen, schrillen und surrealen Bilder findet die Inszenierung, die am Premierenabend vom Publikum mit Beifall und Juchzen gefeiert wurde.
Ostthüringische Zeitung  22. 12. 99


Kampf des Negers und der Hunde-----------------------------von B. M. Koltes
  
Im Schauspielerischen übersteigt diese Inszenierung von Frank Matthus vieles, was an Theatern dieser Größenordnung heute zu beobachten ist. Und vieles vielleicht auch, was in ihrem Umfeld zumutbar scheint. Sie ist anspruchsvoll. Und sie ist hervorragend.
Thüringische Allgemeine  29. 06. 99
 
(...) Und erfreulich die heute eher selten gewordene Intention des Regisseurs Frank Matthus, auf äußeren Aktionismus weitgehend zu verzichten. (...) Eine eigentümliche Spannung erzeugend, ganz selten unterbrochen und zugleich erhöht durch fast suggestiv wirkendes Spiel, das den Zuschauer mehr als zwei Stunden lang in seinem Bann hält.
Thüringische Landeszeitung  28. 06. 99
 
  
Ein Volksfeind---------------------------------------------------von Hendrik Ibsen
 
Ob Henrik Ibsen, norwegischer Dramatiker der Jahrhundertwende, die Bearbeitung seines Stücks „Der Volksfeind“ durch den zeitgenössischen Autor, Regisseur und Produzent Rainer Erler entzückt hätte, mag dahingestellt sein. Sicher ist, dass die Aufführung des Städtebundtheaters Hof in Bayreuth das Publikum zu emphatischen Beifallsstürmen hinriss.
(...) Der Inszenierung gelingt die Gratwanderung zwischen Original und Adaption als eindrucksvoller Spagat von Außen- und Innenwelt.
Nordbayrischer Kurier  Bayreuth  03. 03. 98
 
(...) was dabei herauskam, ist jetzt am Theater in Hof in einer eindrucksvollen Produktion zu sehen.  (...) Die sorgfältige Inszenierung des „Volksfeindes“ von Frank Matthus, die wirkungsvoll die ganze Tiefe der Bühne nutzt, nötigt Respekt ab.
Freie Presse Plauen  17. 02. 98
 
 
Die Polonaise von Oginskij----------------------------------------von Nikolaj Koljada
 
Wenn hierzulande höchst Gegenwärtiges auf dem Theater verhandelt wird, stößt das nicht immer auf übergroße Gegenliebe beim Publikum. (...) Um so erfreulicher ist es, dass die jüngste Inszenierung „Die Polonaise von Oginskij“ dem Altenburg / Geraer Ensemble bei ihrer Premiere überfüllte Kammerspiele bescherte und mit Riesenbeifall bedacht wurde. (...) Das ebenso aktuelle wie spannende und emotionsgeladene Stück brachte Schauspieldirektor Frank Matthus auf die Bühne. Das keineswegs aus abgeklärter Distanz, sondern mit Erfahrungen aus Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs und deren Folgen.
Freies Wort  28. 10. 97
 
Ein Spiel hebt an um gestern und heute, um Erinnerung, Verdrängung und Verklärung. Volksweisen und Kampfgesänge erklingen und auch die Polonaise von Oginskij. Abschied von der Heimat. (...) Die Geraer Inszenierung von Frank Matthus ist dicht und bedrückend umgesetzt. Viel Beifall am Ende für ein überzeugendes Ensemble.
Thüringische Landeszeitung   20. 10. 97


Sappho-------------------------------------------------------------von Franz Grillparzer
 
(...) Ein Stück Antike lebt in der Mark wieder auf. Für drei Stunden verwandelt das Schauspieler Ensemble des Theatersommers im 170-Seelen Dorf Netzeband bei Neuruppin den alten Gutspark in eine Kulisse aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. (...) Regisseur Frank Matthus gelang es erneut, die reizvolle Kulisse der Netzebander Auen für ein rundum gelungenes Stück zu nutzen.
Der Tagesspiegel   14. 07. 97
 
Theatersommer in Netzeband – nach dem großen Erfolg im vorigen Jahr ein Begriff für Kulturfans, Romantiker und Liebhaber des Landlebens. (...) Den Aktionskreis der Schauspieler begrenzen neun Aphroditen Skulpturen. Dahinter verliert sich die Szene in den Wiesen und den Schatten der alten Bäume. (...) Regie führt Frank Matthus, das ungewöhnliche Bühnenbild schuf Jürgen Heidenreich (...)
Welt am Sonntag  13. 07. 97
 
 
Geschichten aus dem Wiener Wald---------------------------------von Ödön von Horvath
 
Überzeugende Horvath-Inszenierung in Altenburg
Großartige Schauspieler agieren in den „Geschichten aus dem Wienerwald“
(...) Das erklärte Anliegen dieser Spielzeit des Theaters Altenburg / Gera, große berührende Geschichten zu erzählen erfüllte sich am Sonntagabend bei der Premiere von Ödön von Horvaths „Geschichten aus dem Wienerwald“ aufs schönste. In der Regie von Schauspieldirektor Frank Matthus sind gut drei Stunden exzellentes Spiel zu erleben. Psychologisch genau lotet die Inszenierung die Charaktere bis in die kleinsten Nebenrollen aus. (...)
OTZ 04. 02. 97
 
(...) Im Gegenteil: je gemütlicher die Heurigen-Seligkeit scheint, desto grausamer das, was sich an menschlichen Abgründen auftut. (...) Dies konsequent umgesetzt umgesetzt zu haben ist das Verdienst von Frank Matthus, der das 1931 uraufgeführte Volksstück am Theater Altenburg – Gera auf die Bühne brachte. Die flotte, von der Balance zwischen Tragik und Komik lebende Inszenierung sieht fast das komplette Ensemble des Schauspiels auf der Bühne, so dass alle Charaktere bis in die kleinste Rolle treffend besetzt sind. (...)
OVZ  05. 02. 97
 
 
Oleanna-----------------------------------------------------------------von David Mamet
 
Es wurde viel gelacht an diesem Abend, immer über John, den Professor. Dessen Darstellung durch Klaus Birkefeld war auch exzellent. Der allmähliche Verlust weltmännischer Attitüde – auch er schreit am Schluss – sozialen und biologischen Machtbewusstseins, auch der Verlust der Glaubwürdigkeit gegenüber sich selbst wurden mit Mitteln der feinen Karikatur so nuanciert und intelligent nachvollzogen, dass auch die wirkliche Tragik einer solchen Existenz sichtbar wurde. (...) Das Publikum dankte dem Duo, das unter der subtilen Regie von Frank Matthus die geistige Spannung anderthalb Stunden lang aufrechtzuerhalten wusste, mit viel Beifall.
Freie Presse Chemnitz  27. 11. 96
 
Altenburg – Geras Schauspielchef inszeniert „Oleanna“
(...) Matthus fand eine hervorragende Besetzung.  Sabine Unger macht die Wandlung von der naiv-hilflosen Studentin zur sich ihrer Macht bewussten und diese ausnutzenden Frau ebenso nachvollziehbar wie Klaus Birkefeld die des Professors vom überheblich-selbstgefälligen Lehrer zum gebrochenen, seines Status beraubten Mann. Von der ersten bis zur letzten Minute fesseln sie das Publikum. Das ist einem ständigen Wechselbad der Gefühle unterworfen (...)
Leipziger Volkszeitung  25. 11. 96
  
 
Emilia Galotti--------------------------------------------------von  Gotthold Ephraim Lessing
 
(...) Die ebenso feinsinnige wie gegensätzliche Darstellung hemmungsloser Charaktere bestimmt das Stück von der ersten bis zur letzten Minute. Frank Matthus geht bei seiner Inszenierung, die jetzt am Altenburger Theater Premiere hatte, diese Herausforderung mit schonungsloser Offenheit an. Der Regisseur vertraut gar nicht erst auf dramatische Klischees aus dem Selbstzweck moralischer Kontraste heraus, sondern lässt seine Helden sein, was sie bis in die kleinste Gefühlsregung auskosten dürfen: Menschen in jeder Beziehung.
Freie Presse Chemnitz   02./03. 10 96
  
Ein großer Theaterabend und des neuen Oberspielleiters Frank Matthus erste Regiearbeit
(...) Fast 225 Jahre ist das Stück alt; wie innerlich jung es geblieben ist, zeigte im Großen Haus des Landestheaters die erste Inszenierung des neuen Oberspielleiters Frank Matthus. Ihr haftet nichts Verstaubtes an, aber auch nichts „Modernes“ um jeden Preis. Jürgen Heidenreichs a.G. Ausstattung setzt in ausgesprochen großen Dimensionen auf Schwarz und Weiß, im Räumlichen wie bei den Kostümen und bei den wenigen Interieurs. (...)
Altenburger Anzeiger  02. 10. 96
 
 
Du wirst meiner Liebe nicht entgehen ( Bühnenshow )
  
Superabend in Gera
Fünf Stunden Theater erlebten am Samstag, dem 31. August, die Zuschauer in den ausverkauften Theaterhäusern Gera und Altenburg. Ein Vorstellabend, der seinesgleichen sucht! Die Idee dazu hatte Schauspieldirektor Frank Matthus, dessen Ziel es war, den Zuschauern nicht nur die neuen Akteure vorzustellen, sondern für einen Abend die Verbindung zwischen zwei Häusern, trotz örtlicher Trennung zu schaffen. Unheimlich viel gab es während des Theatermarathons zu hören, zu sehen und zu erleben. Im ersten Teil stellte Frank Matthus, an seiner Seite Sylvia Wieland, die neuen Schauspieler des Ensembles vor, die, es zeigte sich schon nach wenigen Minuten, nicht nur mimisch überraschten, sondern auch stimmliche und tänzerische Glanzleistungen vollbringen können. (...) Doch auch Frank Matthus bewies, dass er mehr drauf hat als eine gelungene Moderation. Mit Petra Kleinert (zu sehen im ZDF: Specht und Sperling) stellte er in der Money-Money-Nummer seine Talente und Kräfte zur Schau. Nebeneinander, unter- und übereinander am Klavier spielend begleiteten sich die Schauspieler selbst. (...) Der erste Programmteil, schwungvoll, unterhaltend und überraschend zugleich, zog nach der Pause einen nicht so leicht zu genießenden Teil nach sich. (...)
Thüringische Landeszeitung  07. 09. 96
 
Vorstellabend am LTA
„Du wirst meiner Liebe nicht entgehen“ – so die gebieterische Forderung des großen Vorstellabends des Theaters Altenburg – Gera, einer gelungenen Werbeveranstaltung für Theater live. (...) Zwei Anderthalbstunden-Programmblöcke (Musiktheater und Sprechthteater) wurden am gleichen Abend an beiden Bühnen realisiert. In einer Anderthalb Stunden Pause zogen die Künstler von Altenburg nach Gera um und umgekehrt. (...) Der neue Schauspieldirektor Frank Matthus moderierte gemeinsam mit der Mezzosopranistin Sylvia Wieland den weitaus gelungeneren und spritzigeren 2. Teil des Vorstellabends. Der Schauspielkomplex entschädigte für so manche Langeweile zu Beginn des Abends. (...) Der beinahe schon irre Schlussapplaus erzwang Zugaben. (...)
Anzeiger Kreis Altenburger Land  04. 09. 96
 
 
Sommergäste------------------------------------------------------von Maxim Gorki
 
(...) Bereits Premiere hatten Maxim Gorkis „Sommergäste“, inszeniert von Frank Matthus, der von der nächsten Spielzeit an al Schauspieldirektor an den Vereinigten Bühnen Altenburg/Gera wirken wird. Mit einem Ensemble von Schauspielern aus verschiedenen Städten hat er eine Aufführung geschaffen, die in ihrer Dichte und ihrer unauffälligen Intensität viele Kraftanstrengungen an großen Häusern in den Schatten stellt.
Berliner Zeitung  26. 07. 96
 
Nun also Netzeband, wo das alles nicht gebaut werden musste, was sich Gorki 1904 wünschte – Lichtung vor der Landhausterrasse, Weg in den Wald, der Wald selber. Es ist einfach da. Und spielt auf eine Weise mit, die schon den halben Erfolg ausmacht. (...) Es ist nicht so sehr das leicht abgebrauchte und dennoch beklemmend aktuelle Gebarme und dann und wann vorrübergehend aufzuckende Wollen der Figuren, was am Sommertheaterabend in Netzeband interessiert. Es ist das „Optical“, das Regisseur Frank Matthus aus Gorkis „Szenen“ – so der Untertitel – entwickelt, wobei die Landschaft regiert.
Berliner Morgenpost  15. 07. 96
 
  
Gespenster---------------------------------------------------------von Hendrik Ibsen
 
„Gespenster“ – eindrucksvolle Ibsen – Inszenierung am Brandenburger Theater
(...) Regisseur Frank Matthus ist für eine blitzsaubere, moralinfreie Erzählweise zu danken, fern aller Modemätzchen, aller Exzentrik oder Zeigefinger.
Potsdamer Neueste Nachrichten  22. 02. 96
  
(...) Denn die Inszenierung von Frank Matthus kann sich sehen lassen. Abgründe tun sich auf im Hause Alving (...) Das Brandenburger Sprechthteater hat zur Zeit in der Havelstadt keinen leichten Stand. Denn das Musiktheater steht in der Gunst des Publikums deutlich höher. Zu Unrecht, wie die Gespenster beweisen.
Märkische Allgemeine Zeitung  13. 02. 96
 
 
My wife whats her name----------------------------------------von Christopher Lillicrap
 
Es sollte ja nur ein Spaß für die Silvesterparty am Brandenburger Theater werden, versicherte Frank Matthus, Regisseur der Farce „Meine Frau wie – heißt sie noch“. (...)  Dabei bewies er einmal mehr, dass er vor keinem Genre kapitulieren muss. (...) Frank Matthus lieferte nicht nur eine gute Inszenierung ab, sondern zog auch als Nigel auf der Bühne alle Register seines Könnens. Fast einem Herzinfarkt nahe, überwindet er alle Klippen: Vor der Freundin wird seine Frau zur Putzfrau; die Freundin wiederum (diesmal im Taucheranzug) muss sich als deutscher Klempner Helmut ausgeben, um nicht von ihrem Vater (der wiederum Nigels Chef ist) erkannt zu werden... (...)
Brandenburger Wochenblatt  25. 02. 96
 
(...) Auf die Bühne brachte es Frank Matthus, der für den erkrankten Norbert Hülm die Rolle des Nigel perfekt vorführte. Seine Regie sorgt dank sehr präziser Abwägung von Spaß und Ulk, von Spielvorgang, Klamauk sowie Situations- und Charakterkomik für fast durchgängigen Lachspaß (...) Diese Inszenierung hat den leichten, den leichtesten Humor ernst genommen. Und das Lachen ist doch wohl heute vielfach teuer geworden in einer Welt der wohlfeilen Stoßseufzer und Widrigkeiten.
Potsdamer Neueste Nachrichten 01/96
 
Extremities--------------------------------------------------------von William Matrosimone
 
(...)  Regisseur Frank Matthus inszenierte dieses Stück (...) spannend und voll packendem Realismus. Nach 90 Minuten perfekter Unterhaltung steht fest: das Eintrittsgeld war bestens investiert. (...)
Preußenspiegel  22. 12. 94
 
(...) Regisseur Frank Matthus hat das Stück genommen wie es ist und eine sehenswerte, kurzweilige Inszenierung am Brandenburger Theater abgeliefert. (...)
Potsdamer Neueste Nachrichten  04.01.95

 
Clockwork Orange-----------------------------------------------------von Anthony Burgess
 
(...) Auf diese Weise jedoch werden wir, die Zuschauerinnen und Zuschauer selbst zurückgeworfen auf die Frage nach unserem Verhältnis zur Gewalt. (...)  Wir haben gelernt, sie zu ignorieren. Das ist jetzt, hier im Alten Schlachthaus und in der konsequent zum Äußersten getriebenen Inszenierung des jungen Berliner Regisseurs Frank Matthus nicht mehr möglich. (...)  Die Vielfalt der Stimmungen, Szenen und wildbewegten Aktionen hat Frank Matthus vollkommen im Griff; er hat es zudem verstanden, jeder der Figuren ein persönliches Gesicht zu geben und so die Handlunge auf einer menschlichen Ebene mit aller Vehemenz wirken zu lassen.
Der Bund  24. 03. 94
 
(...) Jetzt ist in Bern die Schweizer Erstaufführung des Bühnenstückes zu sehen: eine spektakuläre Show um Gewalt und Gegengewalt.
Berner Zeitung  24. 03. 94
 
 
Sunshine------------------------------------------------------------von William Mastrosimone
 
Geradezu perfekt professionell gelang kürzlich eine von Frank Matthus besorgte deutschsprachige Inszenierung von „Sunshine“ (...)  ein großer Theaterabend auf einer kleinen Bühne mit einem hellwachen Publikum, das sichtlich nicht aus war auf billigen Voyeurismus und demzufolge auch nicht enttäuscht wurde.
Deutsche Bühne, 03. 04. 1994
  
(...) So betrachtet ist die streng zyklische Form, wo Ausgangspunkt und Endpunkt identisch scheinen, durch die gemachten Erfahrungen eben doch nicht identisch. (...) Wie dies Frank Matthus alles ausbalanciert hat, das hatte das Format einer theatralischen Sternstunde.
DNN 15. 12. 93
 
 
Il ritorno di ulysse in patria-------------------------------------------von Claudio Monteverdi
 
(...) Die stimmungsvolle Inszenierung von Frank Matthus und die das Schlossambiente einbeziehende Ausstattung der Oper von Jürgen Heidenreich taten das ihrige zu einer rundum gelungenen Aufführung.
Berliner Morgenpost  08. 08. 1993
  
(...)  Zwischen den tönenden Götterzweikampf auf Rufweite stellt Regisseur Frank Matthus auf dem Rasengeviert samt Seebühne die irrenden, taumelnden, tanzend agierenden Menschen, unter ihnen die stolze Penelope (Helene Gjerris) und einen imponierend singenden, schreitenden, den Bogen spannenden Odysseus (Hans Lydmann).
Süddeutsche Zeitung  26. 08. 93
 
 
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo----------------------------------------------------Christiane F.
 
Der Frust auf dieses Ausgeliefertsein an Konsum-Strategen und Profitgier haben Regisseur Frank Matthus ebenso die Regiehand geführt, wie die Auseinandersetzung mit der Drogensucht (...)
Potsdamer Neueste Nachrichten  11. 03. 93
 
Matthus inszeniert dieses Stück mit all seinen Gegensätzen. (...) Die Weltfremdheit der Medien zeigt er durch die Parodia auf „Verzeih mir“. (...) Bei der Premiere gab es tosenden Beifall (...)
Anzeiger  17. 03. 93
 
 
Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe----------von Peter Hacks
 
Regisseur Frank Matthus dürfte Frau Splitt in dieser Botschaft und einer sprachlich wie gestisch beeindruckend stimmigen, sehr heutigen Darstellungsweise bestärkt haben.
Märkische Allgemeine  13. 10. 92
  
Aber scheinbar mühelos meister sie (Evelyne Splitt, Anm. F.M.) die pausenlosen anderthalb Stunden des szenischen Alleingangs als psychische und physische Glanzleistung. Welch intensive Steigerung über Hebbels Mariamne hinaus, gemeinsam erarbeitet mit einem hochtalentierten Regisseur!
Potsdamer Neueste Nachrichten  17. 10. 92
 
 
Herodes und Mariamne-----------------------------------------------------von Friedrich Hebbel
 
(...)  Was man im Brandenburger Dom erlebt (...) prägt sich als eine Veranstaltung von ganz spezifischem theatralischem Reiz ein.
Die Deutsche Bühne   07/92
 
Matthus setzt das Ganze mit einem beachtlichen Stilwillen in Szene und scheint sich geradezu blind auf die sakralen räumlichen und akustischen Möglichkeiten des Domes zu verstehen (...)
Märkische Allgemeine  13. 05. 92
 
 
Die Hochzeit des Figaro--------------------------------------------------von Wolfgang A. Mozart
 
Das Opernensemble redet ungekünstelt, zeigt dazu spielerisches, nach dem man an manchem berühmten Opernhaus suchen würde. (...)  Die Stärken dieser überaus genauen, schön originellen, aber nicht aufgeblasenen Inszenierung helfen dem Zuschauer leider nicht über alle Desaster des Brandenburger Theaterbetriebs hinweg: (...)
die taz  05. 05. 92
 
(...) so inszeniert auch Frank Matthus Mozarts „Welttheater der Liebe“ (Felsenstein) chaotisch, anarchisch, bizarr und mit unbekümmerter Sinnlichkeit.
Die Deutsche Bühne  07/92
 
 
Endstation Sehnsucht------------------------------------------------------von Tennessee Williams
 
Anmerkung F. M. : Es ist schon eigenartig, dass ich von einer meiner geliebtesten Inszenierungen nur eine einzige Kritik habe, die die Besetzung des Stanley als krasse Fehlbesetzung empfindet und so kritisiert. Ich habe die ganze Arbeit damals als sehr junger Regisseur als ein Geschenk meiner Kollegen empfunden und über die Maßen geliebt. Es gibt eine Besprechung (Gedanken nach dem Premierenabend – Endstation Sehnsucht) von Wilfried Weise aus der Märkischen Allgemeinen (leider ohne Datum, es muss in den letzten Novembertagen 1991 gewesen sein), die mir aus dem Herzen spricht und ich erlaube mir, diese hier auch in Referenz an meine Darsteller (Marion Wiegmann – Blanche;  Klaus Birkefeld – Stanley; Sabine Scholze – Stella) und meinen lieben Freund Jürgen Heidenreich, der für die Bühne verantwortlich zeichnet, ausnahmsweise anzuführen:
 
Zwar mag unser Theater (das Theater Brandenburg/Havel; Anm. F. M.) noch kein hauptstädtisches Flair besitzen, so gilt eines jedoch als unbedingt sicher: Was dort an Engagement, an Leistungswillen und Einsatzbereitschaft, an harter, aufopferungsvoller Arbeit geleistet wurde, kann sich nicht nur in Brandenburg, sondern in vielen größeren Städten dieses Landes sehen lassen.
 
 
Cabaret-------------------------------------------------------------------------von Kander / Ebb
 
(...)  In Cabaret haben Frank Matthus und Marten Sand die alten und die neuen (zugleich jungen) Kräfte des Ensembles mit staunenswerter Souveränität ihrem rigorosen Regiekonzept unterworfen . (...) ist Frank Matthus als Conferencier der unumstrittene Star des Abends (...)
die taz   05. 05. 92
 
„Cabaret“ in Brandenburg, das ist in dieser Bühnenfassung für Schauspieler nicht nur  ein sehr unterhaltsamer Theaterabend. Es ist in der Wahl der Mittel, den sparsam gesetzten Akzenten (bis hin zum vierzehnbeinigen Ballett), der sorgsam durchdachten Dramaturgie ein Zeit-Stück, empfohlen zum besichtigenden Nachdenken nicht nur den Ausstattungsleitern und Regisseuren der prunkenden Musical – Staatsbühnen.
Frankfurter Rundschau  16. 12. 91
 
Gewürzt mit erotischer Akrobatik präsentieren Sally Bowles (Petra Kleinert) und der Conferencier (Frank Matthus) den Money-Song virtuos ohne sonstige musikalische Begleitung am Klavier.
Berliner Morgenpost 05/92
 
Romulus der Große--------------------------------------------------------von Friedrich Dürrenmatt
 
Letzte „DDR-Premiere“ im Brandenburger Theater
„Damit, meine Herren, hat das Römische Imperium aufgehört zu existieren.“ Mit diesen Worten schließt das Stück, endet die Premiere am letzten Tag der DDR.  (...) Für Dürrenmatt ist auch das ernsteste Thema auf der Bühne nur noch als Komödie darstellbar. Diese beiden Aspekte szenisch zusammenzuführen, ist der Brandenburger Inszenierung in bemerkenswerter Intensität gelungen. Die Regisseure Frank Matthus und Marten Sand (jüngst noch als Gäste mit DER NACKTE WAHNSINN) haben (...) eine Kurzfassung dieser „ungeschichtlichen historischen Komödie“ (Dürrenmatt) hergestellt: Von Wildwuchs und eidgenössischer Behäbigkeit befreit, rollt das Stück in weniger als 90 Minuten ab, und diese Radikalkur ist ihm – man kann´s kaum glauben – vorzüglich bekommen.
PNN  05. 10. 90
 

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